Wieviel Staat braucht das Geld?

„End the FED“ – „Schließt die Zentralbank“, so ertönte der Ruf bei den „Occupy Wall Street“-Demonstrationen im letzten Jahr. „End the FED“, so ruft seit vielen Jahren der US-Abgeordnete Ron Paul. „Das Zentralbanken-Monopol muss fallen!“ hört man seit einiger Zeit zunehmend auch hierzulande.

Was ist überhaupt das Zentralbanken-Monopol? Im Bundesbankgesetz steht:

„Die Deutsche Bundesbank hat unbeschadet des Artikels 128 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union das ausschließliche Recht, Banknoten im Geltungsbereich dieses Gesetzes auszugeben. Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel.“ (§ 14 Absatz 1)

Mit anderen Worten: Es ist in Deutschland, wie auch in allen anderen Staaten der Welt, einzig und allein den staatlichen Zentralbanken gestattet, Geld zu drucken und in den Geldkreislauf einzuspeisen. Und jeder, der sich in dem Staat aufhält, ist verpflichtet, Transaktionen in dieser Währung durchzuführen.

Dieses staatliche Monopol auf die Geldausgabe ist ein uraltes Privileg der Herrscher. Wie wichtig ihnen dieses Privileg war und ist, kann man daran erkennen, dass auf den Münzen und später auch auf den Scheinen sehr häufig Porträts des jeweiligen Herrschers oder seiner Vorgänger abgebildet sind.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Geldpolitik, Institutionen, Wirtschaft und Finanzen

2 Antworten zu “Wieviel Staat braucht das Geld?

  1. Gregor Schwarz

    Kurz und knapp und auf den Punkt. So wie es sein muss!

    Ich helfe manchmal Menschen die mich mit einem Lächeln vergüten. Ich hoffe das ist (noch) nicht verboten :)

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