Mythos Lehman: Weshalb eine Entzauberung unsere Zukunft sichert

Vor knapp vier Jahren gab die US-amerikanische Bank Lehman Brothers bekannt, dass sie Insolvenz beantragen werde. Die Bush-Regierung, insbesondere Finanzminister Henry Paulson, traf die Entscheidung, die Bank nicht zu stützen. Damit wurde eine Insolvenz unabwendbar. In der Folge kam es zu einer schweren Krise am Interbankenmarkt, massive Refinanzierungsprobleme und etliche weitere Bankenpleiten waren die Folge.

Die Lehman-Pleite, so die Lesart, der man häufig begegnet, habe die Finanzkrise zum Ausbruch gebracht. Implizit schwingt dabei natürlich der Vorwurf mit, die Entscheidung, den Strauchelnden nicht aufzufangen, sei eine fatale Fehlentscheidung gewesen. Wie weit das von der Realität entfernt ist, wird dem klar, der sich ausführlicher mit dem Funktionieren des Finanzmarktes auseinandersetzte.

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Die erste „Woche der Freiheit“ – ein voller Erfolg

Vom 5. bis 11. August 2012 fand im brandenburgischen Kloster Lehnin die erste Woche der Freiheit – Sommerakademie für Philosophie, Politik und Ökonomie – statt. 20 Oberstufenschüler und junge Studenten nahmen an dieser in Deutschland einmaligen Einführung in das freiheitliche Denken teil. Das Konzept ist einfach: Zwölf Vorträge, zwölf wichtige Denker, zwölf grundlegende Konzepte und viel Freiraum für Diskussionen. Aufbauend auf den Ideen von Philosophen und Ökonomen wie Adam Smith, Friedrich August von Hayek, Karl Popper und Walter Eucken und ausgestattet mit den wichtigsten Argumentationstechniken debattierten Teilnehmer und Dozenten eine Woche lang intensiv die Herausforderungen unserer Zeit. Eine Politiksimulation gab realitätsnahe Einblicke in die Welt der Euroretter. Abstecher nach Berlin, Potsdam und in die brandenburgische Natur sorgten für Abwechslung und Erholung.

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Wie ein Schiedsrichter beim Fußball spielen: Passen die Vorschläge der Jenaer Allianz zum heterogenen europäischen Wirtschaftsraum?

Vor zwei Wochen hat die Jenaer Allianz, ein Zusammenschluss ordnungspolitisch geprägter Institutionen und Stiftungen, einen „Aufruf für eine ordnungspolitische Weichenstellung in Europa“ veröffentlicht. In diesem Aufruf wird angemahnt, die im Lissabonner Vertrag vereinbarte Orientierung der europäischen Politik an den „ordnungspolitischen Grundanliegen der Sozialen Marktwirtschaft“ zu beherzigen. In einer Analyse der aktuellen Situation wird die Krise als Folge einer Missachtung dieser Prinzipien dargestellt:

„Die aktuelle Staatsschuldenkrise der Eurozone lässt sich auch als Folge einer Verletzung zentraler ‚konstituierender Prinzipien‘ der Ordnungspolitik nach Walter Eucken beschreiben. Konkret geht es vor allem um die Prinzipien der Geldwertstabilität, der Haftung und Verlässlichkeit. An Verlässlichkeit oder Konstanz der Wirtschaftspolitik im Sinne einer glaubwürdigen, gegenseitigen Selbstbindung vor allem der Haushaltspolitik der Euro-Mitgliedstaaten hat es von Anfang an gefehlt. Die Richtwerte des Stabilitäts- und Wachstumspaktes wurden beinahe permanent von einigen EU-Staaten, auch von Deutschland, überschritten, ohne dass dies je wirksam sanktioniert wurde. Zentrale Elemente der Europäischen Verträge wurden faktisch außer Kraft gesetzt – vor allem das Verbot der Fremdhaftung und der Monetisierung von Schulden.“

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Der glückliche Diogenes

Dieser Beitrag zum Hayek-Essay-Wettbewerb 2012 zum Thema „Freiheit und Verantwortung – Überlegungen zur Bedeutung des Haftungsprinzips“ wurde zusammen mit dem Beitrag  von Marcus Lerch mit dem ersten Preis des Essay-Wettbewerbs ausgezeichnet.

Ödipus, der berühmte König von Theben, wurde Opfer eines grausamen Schicksals, das ihn dazu verdammte, den eigenen Vater zu töten und die Mutter zu heiraten. Obwohl alle Beteiligten durch das Orakel von Delphi auf das bevorstehende Unglück hingewiesen worden waren und alles dafür getan hatten, dem Schicksal zu entkommen, gab es kein Entrinnen. Als ihm enthüllt wurde, dass er sein Schicksal erfüllt hatte, geriet Ödipus in besinnungslose Raserei und begann mit einer Orgie der Selbstbestrafung: er stach sich die Augen aus und begab sich in die Verlassenheit und Einsamkeit des Exils. Nicht eine seiner Taten hatte er willentlich und bewusst begangen, und doch verhängte er über sich selbst eine Strafe, die durch keinerlei Recht gedeckt war.
Ganz anders seine Tochter Antigone. Trotz Androhung der Todesstrafe lässt sie ihrem im Bruderkrieg gefallenen Bruder Polyneikes ein würdiges Begräbnis zukommen. Der Tyrann Kreon, ihr eigener Onkel, verurteilt sie daraufhin zum Tod. Weder ihre Schwester noch ihr Bräutigam, noch auch der Tyrann selbst vermögen sie zu überreden, durch Vertuschung oder Reue die Urteilsvollstreckung abzuwenden. Und so nimmt sie das selbstgewählte Los an im Bewusstsein, das Rechte getan zu haben.

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Hayek-Gesellschaft lädt zur “Woche der Freiheit” – Jetzt bewerben

Die ökonomische Bildung hat in Deutschland keinen leichten Stand. In den Schulen wird ökonomisches Grundwissen nur sehr bruchstückhaft und allzu oft tendenziös vermittelt (siehe auch eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts).

In vielen Universitäten wird in der VWL weniger auf die Grundlagen der Ordnungspolitik als auf die Feinheiten der Mathematik gesetzt. Verwandte Studiengänge wie die Rechts- oder Politikwissenschaften verzichten oft ganz auf die Vermittlung von wirtschaftlicher Grundbildung. Beides, die Vernachlässigung in den Schulen und die Spezialisierung an den Universitäten, trägt zu einem wachsenden Unverständnis der Grundfunktionen einer Marktwirtschaft bei.

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