Und täglich grüßt die „Partei der Besserverdienenden“

Manche FDP-Politiker haben ein ganz besonderes Talent, jenen Klischees zu entsprechen, die deutsche Medien gerne über sie verbreiten. Mövenpick und so …

Wie schon öfter hat gestern einmal wieder Jorgo Chatzimarkakis bewiesen, wer Meister dieses Fachs ist. „Die Stabilisierung unserer Währung und damit unseres Wohlstands ist wichtiger als rechtstheoretisches Klein-Klein“, sagte er in einem Interview der „Berliner Zeitung“.

Dieser unreflektierte Materialismus ist genau das Elend, an dem die FDP schon lange leidet. …

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Der glückliche Diogenes

Dieser Beitrag zum Hayek-Essay-Wettbewerb 2012 zum Thema „Freiheit und Verantwortung – Überlegungen zur Bedeutung des Haftungsprinzips“ wurde zusammen mit dem Beitrag  von Marcus Lerch mit dem ersten Preis des Essay-Wettbewerbs ausgezeichnet.

Ödipus, der berühmte König von Theben, wurde Opfer eines grausamen Schicksals, das ihn dazu verdammte, den eigenen Vater zu töten und die Mutter zu heiraten. Obwohl alle Beteiligten durch das Orakel von Delphi auf das bevorstehende Unglück hingewiesen worden waren und alles dafür getan hatten, dem Schicksal zu entkommen, gab es kein Entrinnen. Als ihm enthüllt wurde, dass er sein Schicksal erfüllt hatte, geriet Ödipus in besinnungslose Raserei und begann mit einer Orgie der Selbstbestrafung: er stach sich die Augen aus und begab sich in die Verlassenheit und Einsamkeit des Exils. Nicht eine seiner Taten hatte er willentlich und bewusst begangen, und doch verhängte er über sich selbst eine Strafe, die durch keinerlei Recht gedeckt war.
Ganz anders seine Tochter Antigone. Trotz Androhung der Todesstrafe lässt sie ihrem im Bruderkrieg gefallenen Bruder Polyneikes ein würdiges Begräbnis zukommen. Der Tyrann Kreon, ihr eigener Onkel, verurteilt sie daraufhin zum Tod. Weder ihre Schwester noch ihr Bräutigam, noch auch der Tyrann selbst vermögen sie zu überreden, durch Vertuschung oder Reue die Urteilsvollstreckung abzuwenden. Und so nimmt sie das selbstgewählte Los an im Bewusstsein, das Rechte getan zu haben.

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Pontifex Maximus und Máximo Líder

Vor zwei Tagen hat der Papst sich mit Fidel Castro getroffen. Castro ist gemeinsam mit seinem Bruder Raúl und dem absurderweise zur Pop-Ikone gewordenen Ernesto Guevara verantwortlich für den Tod tausender Menschen, für Gefangenenlager, Folterungen und Vertreibungen im ganz großen Stil. Ist es richtig und angebracht, dass der Papst sich mit ihm trifft, zumal er keinerlei offizielle Funktion in Kuba mehr innehat? Ich habe diese Frage einem Freund von mir gestellt, der verdienstvollerweise gerade als bloggender Kaplan reüssiert: „Der Papst hat sich gerade mit Fidel Castro getroffen. Wie kann man es rechtfertigen, sich mit einem Massenmörder zu treffen, der sein Volk und auch die Kirche unterdrückt? Verleiht man ihm dadurch nicht Legitimität?“ Ich finde, ehrlich gesagt, die Vorstellung ziemlich gruselig, dass die Menschen, die Angehörige, Freunde oder vielleicht einfach nur Vorbilder auf oft grausame Weise verloren haben, jetzt das Bild sehen müssen, wie der Papst ihm freundlich lächelnd die Hand schüttelt.

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Hayek-Gesellschaft lädt zur “Woche der Freiheit” – Jetzt bewerben

Die ökonomische Bildung hat in Deutschland keinen leichten Stand. In den Schulen wird ökonomisches Grundwissen nur sehr bruchstückhaft und allzu oft tendenziös vermittelt (siehe auch eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts).

In vielen Universitäten wird in der VWL weniger auf die Grundlagen der Ordnungspolitik als auf die Feinheiten der Mathematik gesetzt. Verwandte Studiengänge wie die Rechts- oder Politikwissenschaften verzichten oft ganz auf die Vermittlung von wirtschaftlicher Grundbildung. Beides, die Vernachlässigung in den Schulen und die Spezialisierung an den Universitäten, trägt zu einem wachsenden Unverständnis der Grundfunktionen einer Marktwirtschaft bei.

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Die Woche der Freiheit: Non Scholae sed Vitae

Dass deutsche Lehrpläne und deutsche Lehrkräfte eine gewisse Vorliebe für linke Theorien haben, und oft unerschütterliches Vertrauen auf den Staat verbreiten, ist ein altbekanntes Problem, unter dem nicht zuletzt Liberale strukturell zu leiden haben. Noch bevor die Schüler das Abschlusszeugnis in den Händen halten, haben sie verinnerlicht, dass der Neoliberalismus die soziale Kälte hervorgebracht hat, dass der Wettbewerb die Menschen unter unmenschliche Bedingungen zwingt und dass es ein Verdienst des Staates ist, dass wir heute in Freiheit und Wohlstand leben können.

Wie kann man gegen diese Indoktrinierung angehen? Wie verhindern, dass das Verständnis für ökonomische und mithin politische und philosophische Fragestellungen nicht verkümmert?

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