Seit einigen Wochen beschäftigt die Niederlande das Schicksal eines jungen Mannes: Mauro Manuel lebt im südholländischen Limburg in seiner Pflegefamilie, bereitet sich gerade auf das Studium vor, kickt für den SV Oostrum und hat eine große Zahl an Freunden. Doch der Achtzehnjährige kann nicht mit der gleichen Zuversicht wie seine Altersgenossen auf seine Zukunft blicken. Sein Problem: seine leibliche Mutter hatte ihn mit neun Jahren in Angola in ein Flugzeug in die Niederlande gesetzt, um ihn vor dem Bürgerkrieg in Sicherheit zu bringen. Inzwischen ist zum Glück Frieden in Angola eingekehrt. Doch damit entfällt auch der Grund, Mauro Manuel Asyl zu gewähren. Eine Abschiebung stand bis vor wenigen Tagen bevor.
Autor: Clemens Schneider
Wir müssen Homosexualität entkriminalisieren
In seinem Kommentar „Rom“ (F. A. Z. vom 5. September) erwähnt Daniel Deckers „Netzwerke von (mehrheitlich homosexuellen) Geistlichen, die sich in ihrem Treiben ohne und mit Minderjährigen nicht stören lassen wollen“. Die leider typische, und von Seiten mancher Kirchenvertreter auch immer wieder befeuerte, These, Homosexuelle seien besonders anfällig für Kindesmissbrauch, ist erst kürzlich zum widerholten Male durch zwei von der amerikanischen Bischofskonferenz beim renommierten „John-Jay-College of Criminal Justice“ in Auftrag gegebene Studien widerlegt worden. Weiterlesen »
Das Duell: Frank „Hayek“ Schäffler vs. Peter „Keynes“ Bofinger
Seitdem auch in den letzten Medienanstalten langsam durchsickert, dass die Euro-Rettung vielleicht doch nicht nur positiv und hilfreich sein könnte, wie in Sonntagsreden beschworen und dass die seit nunmehr einem Jahr gefahrene Interventionspolitik vielleicht langfristig kontraproduktiv ist, hat sich die Medienpräsenz von Frank Schäffler ziemlich erhöht.
Gestern hatte ihn n-tv eingeladen, sich mit dem Keynesianer Peter Bofinger in „Das Duell“ auseinanderzusetzen.
„Deutsch-nationales Rollback“ oder: Wie man die sachliche Auseinandersetzung vermeidet
Der Abgeordnete des Deutschen Bundestages ist „Vertreter des ganzen Volkes“ und „nur seinem Gewissen unterworfen“ (vgl. GG Art. 38). Wenn sich 14 Abgeordnete der FDP an diesen Auftrag halten wollen, und einen entsprechenden Antrag für den Bundesparteitag formulieren, werden sie von „Parteifreunden“ in die rechte Ecke hinübersuggeriert.
Zunächst einmal die Fakten:
Oberstudienrat Leviathan – Anmerkungen zur FDP-Programmdebatte
FDP-Generalsekretär Christian Lindner gibt seit Neuestem den Salonlöwen. So durfte ich gestern an dem FDP-Salon zur Bildungspolitik in Berlin teilnehmen und mich des freundlichen Geplauders von Herrn Lindner, Disziplin-Experten Bernhard Bueb und Salonkommunisten Ulrich Schneider erfreuen. Es ging artig zu zwischen den drei grundverschiedenen Herren und ich muss gestehen, dass jeder von ihnen bisweilen Positionen vertreten hat, die ich durchaus auch unterstützen würde. Wenn etwa Schneider, Geschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und mithin zuständig für etliche Schulen in freier Trägerschaft, sich für mehr Eigenverantwortlichkeit der Schulen stark machte. Oder wenn Bueb, der frühere Leiter der Privilegierten-Schule Salem, die mangelnde Bereitschaft zu Leistung beklagt. Auch Christian Lindner weiß mit einer Anekdote aus seiner eigenen Biographie aufzuwarten: seine Großeltern, beide nur mit einfachen Volksschulabschlüssen, hätten seinen Vater durch das Gymnasium hindurch begleitet, indem sie ihn zu Leistungen anspornten, obwohl sie kein Wort Latein verstanden und keinen Zugang zur höheren Mathematik hatten. Schön!Weiterlesen »