Studiengebühren: Auf Kosten der Steuerzahler

Die Abschaffung der Studiengebühren ist unsozial. Dachte jedenfalls Karl Marx. Anhand mehrerer Untersuchungen weist Christian Füller in der taz nach, dass Studiengebühren nicht die Ursache für die geringe Anzahl an Arbeiterkindern an den Universitäten sind. Stattdessen kommt das kostenlose Studium vor allem denjenigen zugute, die sich ohnehin bereits in günstigen Lebensumständen befinden – auf Kosten der einfachen Steuerzahler …

“Asta-Fritzen kämpfen im Che-Guevara-T-Shirt für ein vermeintlich kostenloses Studium. In Wahrheit aber sind sie die Vorhut reicher Ärzte-, Anwälte- und Redakteurskinder, die Papis Kohle weiter in Skiurlaube statt in die Campus-Maut stecken wollen.” taz

Veröffentlicht auf dem INSM Blog.

Mythos Lehman: Weshalb eine Entzauberung unsere Zukunft sichert

Vor knapp vier Jahren gab die US-amerikanische Bank Lehman Brothers bekannt, dass sie Insolvenz beantragen werde. Die Bush-Regierung, insbesondere Finanzminister Henry Paulson, traf die Entscheidung, die Bank nicht zu stützen. Damit wurde eine Insolvenz unabwendbar. In der Folge kam es zu einer schweren Krise am Interbankenmarkt, massive Refinanzierungsprobleme und etliche weitere Bankenpleiten waren die Folge.

Die Lehman-Pleite, so die Lesart, der man häufig begegnet, habe die Finanzkrise zum Ausbruch gebracht. Implizit schwingt dabei natürlich der Vorwurf mit, die Entscheidung, den Strauchelnden nicht aufzufangen, sei eine fatale Fehlentscheidung gewesen. Wie weit das von der Realität entfernt ist, wird dem klar, der sich ausführlicher mit dem Funktionieren des Finanzmarktes auseinandersetzte.

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Die erste „Woche der Freiheit“ – ein voller Erfolg

Vom 5. bis 11. August 2012 fand im brandenburgischen Kloster Lehnin die erste Woche der Freiheit – Sommerakademie für Philosophie, Politik und Ökonomie – statt. 20 Oberstufenschüler und junge Studenten nahmen an dieser in Deutschland einmaligen Einführung in das freiheitliche Denken teil. Das Konzept ist einfach: Zwölf Vorträge, zwölf wichtige Denker, zwölf grundlegende Konzepte und viel Freiraum für Diskussionen. Aufbauend auf den Ideen von Philosophen und Ökonomen wie Adam Smith, Friedrich August von Hayek, Karl Popper und Walter Eucken und ausgestattet mit den wichtigsten Argumentationstechniken debattierten Teilnehmer und Dozenten eine Woche lang intensiv die Herausforderungen unserer Zeit. Eine Politiksimulation gab realitätsnahe Einblicke in die Welt der Euroretter. Abstecher nach Berlin, Potsdam und in die brandenburgische Natur sorgten für Abwechslung und Erholung.

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Die Rose unterm Kartentisch – Von Tradition und Aufbegehren

Am Abend des 20. Juli 2012 wollte ich den Bendlerblock besuchen, um eine Rose abzulegen, dort wo Claus Schenk von Stauffenberg, Friedrich Olbricht, Albrecht Mertz von Quirnheim und Werner von Haeften in der Nacht zum 21. Juli nach dem gescheiterten Attentat erschossen wurden. Doch es waren sämtliche Zugänge so weiträumig wie hermetisch abgesperrt. Den bewachenden Polizisten hätte wohl niemand eine Rose zum Weitertransport anvertraut … So ging ich weiter  zur Gedenkstätte „Topographie des Terrors“ und legte meine Rose dort nieder, wo viele Widerstandskämpfer gefoltert und ermordet wurden.

Der Bendlerblock war gesperrt, weil dort das Gelöbnis der Bundeswehr-Rekruten stattfand. Die relativ neue und nicht unumstrittene Tradition, das Gelöbnis dort abzuhalten, wo Zentrum und tragischer Endpunkt des Widerstands vom 20. Juli lagen, wird mit dem Vorbildcharakter des Widerstands für die Bundeswehr begründet. Dies ist typisch dafür, wie das Polit-Establishment seit der Gründung der Bundesrepublik  jene tapferen Männer umdeutet: Sie werden zu geistig-moralischen Vorfahren des demokratischen Deutschlands, und so zu Garanten der staatlichen Ordnung, gemacht.

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Und täglich grüßt die „Partei der Besserverdienenden“

Manche FDP-Politiker haben ein ganz besonderes Talent, jenen Klischees zu entsprechen, die deutsche Medien gerne über sie verbreiten. Mövenpick und so …

Wie schon öfter hat gestern einmal wieder Jorgo Chatzimarkakis bewiesen, wer Meister dieses Fachs ist. „Die Stabilisierung unserer Währung und damit unseres Wohlstands ist wichtiger als rechtstheoretisches Klein-Klein“, sagte er in einem Interview der „Berliner Zeitung“.

Dieser unreflektierte Materialismus ist genau das Elend, an dem die FDP schon lange leidet. …

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