Gekaufte Solidarität – Wohlfahrtsstaat und Menschenwürde

Gestern hat Papst Franziskus seine erste Reise als Papst unternommen. Er hat die Insel Lampedusa besucht, die seit Jahren für Tausende von Flüchtlingen die erste und oft auch letzte Etappe auf ihrem Weg nach Europa ist. Jährlich sterben Tausende von Menschen auf dem Weg dorthin und viele Tausende werden wieder zurückgeschickt in ihre Heimat, wo Not und Tod herrschen. In Europa werden diese verzweifelten Menschen oft als Bedrohung empfunden – das Bild der hungernden Afrikaner, die die Festung Europa stürmen wollen, sitzt tief in den Köpfen und Herzen der Menschen. Der Papst lenkte den Blick auf einen ganz anderen Aspekt, wenn er in seiner Predigt sagt: „Wer hat geweint über den Tod dieser Brüder und Schwestern? Wer hat geweint um diese Menschen, die im Boot waren? Um die jungen Mütter, die ihre Kinder mit sich trugen? Um diese Männer, die sich nach etwas sehnten, um ihre Familien unterhalten zu können?” Diese Flüchtlinge sind Menschen wie wir, die unser Mitgefühl verdienen. Sie sind Menschen wie wir, die auch ihre Chance verdienen, ihr Glück zu machen.

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Eingeordnet unter Gesellschaft, Migration, Religion

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