Die Offene Gesellschaft und ihre Zuwanderer

„Unser Stolz sollte es sein, dass wir nicht eine Idee haben, sondern viele Ideen; dass wir nicht einen Glauben haben, nicht eine Religion, sondern viele, gute und schlechte. Es ist ein Zeichen der überragenden Kraft des Westens, dass wir uns das leisten können. Die Einigung des Westens auf eine Idee, auf einen Glauben, auf eine Religion, wäre das Ende des Westens, unsere Kapitulation, unsere bedingungslose Unterwerfung unter die totalitäre Idee.“

– Karl Popper

 

Der außergewöhnlich scharfe und brillante Denker Prof. Erich Weede hat vor gut einer Woche in der FAZ einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er sich mit dem Thema Migration auseinandersetzt. Es gäbe sehr viel dazu zu schreiben (und es wird wohl auch noch Kommentare dazu auf diesem Blog geben). Hier soll aber auf ein besonderes Thema eingegangen werden: die Frage der Integration.

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Offene Grenzen – für eine bessere Welt

Lampedusa, Armutszuwanderung, Fachkräftemangel … In den letzten Monaten war das Thema Zuwanderung mal wieder ausführlich in den Medien. Wie üblich ist die Debatte bestimmt von Klientelpolitik: einmal wird an den Stammtischwähler appelliert, ein andermal wird auf die fachkräftehungrige Industrie eingegangen (als ob man den Arbeitsmarkt langfristig planen könnte). Was hingegen völlig aus dem Blick gerät, sind die grundsätzlichen Fragen, die sich unsere Gesellschaft bei dem Thema stellen muss.

Das zu ändern und den Diskurs auf solche Fragen zu lenken, hat sich die Initiative „Offene Grenzen“ zur Aufgabe gemacht. Am „Open Borders Day“, dem 16. März 2014, wird ihre Webseite bei der European Students for Liberty Conference in Berlin offiziell vorgestellt. Das an der englischsprachigen Seite openborders.info orientierte Projekt möchte im deutschsprachigen Raum auf die vielen positiven Aspekte von Migration hinweisen. Es ist unabhängig, an keine Organisation gebunden und offen für alle, die die Überzeugung teilen, dass Grenzen eine Quelle von Ungerechtigkeit, Unfrieden und Armut sind.

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Tear down this wall!

Migration ist vielleicht das entscheidende Thema des 21. Jahrhunderts. Offene Grenzen sind aus pragmatischer wie aus moralischer Sicht ein wünschenswertes Endziel. Die Initiative „Offene Grenzen“ will daran mitwirken, Aufmerksamkeit auf dieses Ziel zu richten und Verständnis für die Dringlichkeit einer zunehmenden Öffnung zu fördern. Auf der European Students for Liberty Conference, die an diesem Wochenende in Berlin stattfindet, wurde soeben offiziell die Webseite vorgestellt.

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts machten sich in ganz Europa junge Menschen auf, um die Schlagbäume niederzureißen, die zwischen ihren Ländern standen. Die Mitglieder dieser jungen Graswurzelbewegung wollten nach Jahrzehnten der Abschottung und des Nationalismus eine neue Welt, die von Frieden, Freiheit und Kooperation geprägt ist. Mehr und mehr wuchs in Europa das Bewusstsein, dass ich dem anderen nicht gerecht werde, wenn ich ihn in Kategorien presse. Viele andere Formen der Diskriminierung sind seitdem verschwunden: nach Geschlecht, Rasse oder sexueller Orientierung.

Leider erleben wir aber seit einiger Zeit eine Gegenbewegung: Zwar spielen Grenzen und Nationalitäten innerhalb Europas immer weniger eine Rolle. Dafür tritt aber ein, gerade auch von politischen Eliten geförderter, EU-Nationalismus auf den Plan. Dieselben Grenzen, die vorher Frankreich, Deutschland und Polen voneinander getrennt haben, werden jetzt gegenüber der außereuropäischen Welt neu errichtet. Während sich die europäische Politelite in Verurteilungen der Schweizer Einwanderungsinitiative ergeht, bauen dieselben Politiker Europa an seiner Südgrenze zu einer Festung aus.

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Coming out – muss das sein?

Ja, muss es! Aber nicht in erster Linie, um einen Kreuzzug gegen Homophobie zu rechtfertigen. Ein prominentes Coming out ist vor allem für andere Homosexuelle hilfreich.

Das Thema Homosexualität geistert mal wieder über alle medialen und öffentlichen Kanäle. Irrwitzige homosexuellenfeindliche Gesetzgebungen in Russland, Uganda und Nigeria haben zu erhöhtem Interesse ebenso beigetragen wie etliche prominente Coming Outs in den vergangenen Monaten. Hitzlspergers Coming out war nur eines von derzeit wirklich erstaunlich vielen. Wentworth Miller, Hauptdarsteller der Serie „Prison Break“, schilderte im vergangenen September auf bewegende Weise, wie er als Jugendlicher kurz vor dem Selbstmord stand. Mit dem Fußballer Robbie Rogers, dem Weltmeister im Turmspringen Tom Daley und dem Football-Spieler Michael Sam sprachen in den letzten Monaten mehrere aktive Sportler über ihre Homosexualität. Erst gestern machte die Schauspielerin Ellen Page (X-Men, Inception) öffentlich, dass sie lesbisch ist.

Seit Wochen vergeht nun kaum ein Tag, an dem nicht das medial organisierte Gutmenschentum öffentlich seine Toleranz demonstriert. „Deutschland (Europa, die Welt …)“, so der Tenor, „ist immer noch viel zu homophob.“ Da verschwimmen auch gern mal die Grenzen zwischen unangenehmen Erfahrungen in ländlichen Gebieten Westeuropas und den tödlichen Hatzjagden in Russland oder dem Iran. Kein Wunder, dass bei so viel zur Schau getragener Empörung und angesichts eines Platzregens an Zeigefingern, die da über die Republik niederprasseln, manch einer verschnupft reagiert. Da hört man dann die freundliche Bemerkung, es sei doch inzwischen völlig normal und breit akzeptiert, wenn jemand homosexuell ist – man müsse doch jetzt nicht jedes Coming out aufs Neue feiern. Die etwas weniger freundliche Variante lautet: Sexualität sei Privatsache, und es sei unerhört, wenn „diese Leute“ meinen, die ganze Welt darüber informieren zu müssen. Schließlich laufe man auch nicht ständig herum und bekenne sich dazu, heterosexuell zu sein.

Stimmt – und genau das ist der Punkt. Denn man muss es nicht. Jeder geht davon aus.

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Große Kompetenz

Die Personalentscheidungen der Großen Koalition sprechen eine deutliche Sprache: Hier sollen nur diejenigen ans Ruder kommen, die wirklich was von ihrem Fach verstehen. Man denke nur an Ursula von der Leyen, die ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Familien- und Sozialpolitik nunmehr der Bundeswehr zugutekommen lässt. Oder der geniale Schachzug, mit Jörg Asmussen jemanden mit der Organisation der Rentenbescherungsorgie zu betreuen, der genau diese Ideen vor wenigen Monaten noch aufs Schärfste abgelehnt hatte.

Nun ist der Großen Koalition ein neuer Coup gelungen während sie die letzten Pöstchen verteilt … ich meine natürlich: Ämter besetzt. Das Land hat eine neue Drogenbeauftragte.

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