Norbert Barthle – Der Chuck Norris der Rhetorik

Es gibt ja bekanntlich solche Lehrer … und solche. Die besseren ihrer Zunft investieren ihre ganze Zeit und Energie in das Vermitteln von und Begeistern für Wissen. Die weniger begabten, denen es an Können oder schlichtweg am pädagogischen Eros fehlt, landen dann zum Beispiel als Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg und ziehen dann irgendwann in den Bundestag ein.

Man würde meinen, dass jemand, der Germanistik, Sportwissenschaft und Philosophie auf Lehramt studiert hat, wenn es ihn schon in den Bundestag verschlägt, dort vielleicht im Bildungs-, Kultur- oder Sportausschuss seine Expertise zur Verfügung stellt. Weit gefehlt! Angesichts des eklatanten Mangels an volkswirtschaftlichem Sachverstand im Bundestag (von insgesamt 620 Abgeordneten sind 33 Volkswirte und weitere 60 haben ein anderes wirtschaftswissenschaftliches Fach studiert), scheint es geboten, den Deutsch- und Sport-Lehrer zum haushaltspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion zu befördern.

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Die Woche der Freiheit: Non Scholae sed Vitae

Dass deutsche Lehrpläne und deutsche Lehrkräfte eine gewisse Vorliebe für linke Theorien haben, und oft unerschütterliches Vertrauen auf den Staat verbreiten, ist ein altbekanntes Problem, unter dem nicht zuletzt Liberale strukturell zu leiden haben. Noch bevor die Schüler das Abschlusszeugnis in den Händen halten, haben sie verinnerlicht, dass der Neoliberalismus die soziale Kälte hervorgebracht hat, dass der Wettbewerb die Menschen unter unmenschliche Bedingungen zwingt und dass es ein Verdienst des Staates ist, dass wir heute in Freiheit und Wohlstand leben können.

Wie kann man gegen diese Indoktrinierung angehen? Wie verhindern, dass das Verständnis für ökonomische und mithin politische und philosophische Fragestellungen nicht verkümmert?

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Oberstudienrat Leviathan – Anmerkungen zur FDP-Programmdebatte

FDP-Generalsekretär Christian Lindner gibt seit Neuestem den Salonlöwen. So durfte ich gestern an dem FDP-Salon zur Bildungspolitik in Berlin teilnehmen und mich des freundlichen Geplauders von Herrn Lindner, Disziplin-Experten Bernhard Bueb und Salonkommunisten Ulrich Schneider erfreuen. Es ging artig zu zwischen den drei grundverschiedenen Herren und ich muss gestehen, dass jeder von ihnen bisweilen Positionen vertreten hat, die ich durchaus auch unterstützen würde. Wenn etwa Schneider, Geschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und mithin zuständig für etliche Schulen in freier Trägerschaft, sich für mehr Eigenverantwortlichkeit der Schulen stark machte. Oder wenn Bueb, der frühere Leiter der Privilegierten-Schule Salem, die mangelnde Bereitschaft zu Leistung beklagt. Auch Christian Lindner weiß mit einer Anekdote aus seiner eigenen Biographie aufzuwarten: seine Großeltern, beide nur mit einfachen Volksschulabschlüssen, hätten seinen Vater durch das Gymnasium hindurch begleitet, indem sie ihn zu Leistungen anspornten, obwohl sie kein Wort Latein verstanden und keinen Zugang zur höheren Mathematik hatten. Schön!Weiterlesen »