Zivilgesellschaft: der Weg aus der Unmündigkeit

Politiker und Behörden scheitern regelmäßig. Der Berliner Flughafen oder die Elbphilharmonie stehen dafür beispielhaft. Dabei gibt es sehr viele Aufgaben, die Menschen vor Ort in Eigenverantwortung viel effizienter, kostengünstiger und verständiger meistern können. Denn vor Ort wissen die Menschen meist viel besser, was richtig und nötig ist. Wir brauchen in Deutschland und Europa eine neue Kultur der Zivilgesellschaft. Wie das geht, kann man zum Beispiel in Berlin beobachten.

In Berlin läuft es …

Zum neuen Schuljahr eröffnet im Berliner Bezirk Wedding eine Privatschule: Quinoa. Zielgruppe sind aber mitnichten die Kinder wohlhabender Eltern, sondern die Kinder, die häufig durch das Netz fallen: Die Kinder von Migranten und Hartz-IV-Empfängern. Innerhalb kurzer Zeit ist dieses Projekt beeindruckend gestartet und hat gezeigt, dass man weder Politiker braucht, die etwas anstoßen, noch Behörden, die etwas organisieren.

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„Der Club der toten Dichter“ ist und bleibt lebendig

Der Club der toten Dichter“ ist ein Film über das Menschsein. Die Schüler des Lehrers John Keating sind Identifikationsfiguren für Generationen von jungen Menschen geworden. Liebe, Freundschaft, Freiheit: es sind die zentralen Fragen unseres Lebens, mit denen sie ringen. Die Rolle des John Keating machte den am Montag aus dem Leben geschiedenen Robin Williams unsterblich. Der „Captain“ ruft auch weiterhin vom Zelluloid herab: „Carpe Diem – macht Euer Leben zu etwas Besonderem!“

Respekt vor dem Menschen

Williams gab dem jungen Lehrer, der seine Schüler aus dem Käfig einer erstarrten Traditionsschule und einseitiger Leistungsbesessenheit befreien wollte, eine bezaubernde Wärme. Dieser Lehrer wird zu einer Autorität gerade weil er auf Autoritätsgehabe und -ansprüche verzichtet. Anders als seine Kollegen oder die Eltern der Schüler nimmt er die jungen Menschen ernst. Er ist nicht einer jener Menschen, die immer genau wissen, was besser für andere ist. Er hat Respekt vor ihnen.

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Drogenpolitik – gute Absichten mit schlechten Folgen

Die Drogenpolitik der Bundesregierung ist inkonsistent, teuer und nicht zielführend. Anstatt tatsächlich Suchtbetroffenen zu helfen werden irrationale Ängste bedient. Die angewandten Strategien sind längst überholt. Drogenpolitik ist ein Politikfeld, anhand dessen man fast idealtypisch sehen kann, wie staatliche Intervention selbst mit den besten Absichten oft schlimmste Folgen hervorruft.

Stellen wir uns einmal vor, beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten würden anstatt Wein und Champagner Joints herumgereicht. Gemütlich stehen die Kanzlerin, Verdi-Chef Franz Bsirske, Bildungsministerin Wanka und der ungarische Botschafter beisammen und teilen sich eine Marihuana-Zigarette. Absurd? Keineswegs! Eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2007 zeigt auf, dass Alkohol substantiell gefährlicher ist als Cannabis, schneller abhängig macht und sowohl in physischer als auch in sozialer Hinsicht erheblich schlimmere Folgen zeitigt.

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Kommissionspräsident: Ein Vorschlag zur Güte

Seit Wochen streiten sich die Berufs-Europäer wie die Kesselflicker über die Frage, wer der nächste Kommissionspräsident werden soll. Irgendwann ist das Gerücht aufgekommen, dass der europaweite Spitzenkandidat der erfolgreichsten Parteifamilie Anspruch auf diesen job habe. Spätestens mit der Nominierung von Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, Guy Verhofstadt und dem Duo Ska Keller/José Bové als Spitzendkandidaten war jedoch klar, dass das in die Hose gehen würde. Sie alle (am wenigsten noch die Grünen) stehen für filzige Verwurzelung im EU-Establishment. Schon vor der Wahl war aber absehbar, dass dieses Establishment auf immer weniger Gegenliebe in der Bevölkerung stößt. Juncker, Schulz oder Verhofstadt würden als Kommissionspräsidenten nur noch mehr Abneigung gegen die EU generieren. Das ist jedem klar, der auch nur ein wenig Ahnung hat von Strategie und dem Funktionieren der „Öffentlichen Meinung“. Juncker, dem Schulz nach überraschend kurzem und verhaltenem Grummeln das Feld überlassen hat, sollte nicht Kommissionspräsident werden.

Darum ein Vorschlag zur Güte, damit die EU-Regierungschefs sich endlich wieder Sachfragen zuwenden können … Der beste Kandidat für das Amt, der zugleich auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mehrheitsfähig wäre, ist die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė.

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Die Offene Gesellschaft und ihre Zuwanderer

„Unser Stolz sollte es sein, dass wir nicht eine Idee haben, sondern viele Ideen; dass wir nicht einen Glauben haben, nicht eine Religion, sondern viele, gute und schlechte. Es ist ein Zeichen der überragenden Kraft des Westens, dass wir uns das leisten können. Die Einigung des Westens auf eine Idee, auf einen Glauben, auf eine Religion, wäre das Ende des Westens, unsere Kapitulation, unsere bedingungslose Unterwerfung unter die totalitäre Idee.“

– Karl Popper

 

Der außergewöhnlich scharfe und brillante Denker Prof. Erich Weede hat vor gut einer Woche in der FAZ einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er sich mit dem Thema Migration auseinandersetzt. Es gäbe sehr viel dazu zu schreiben (und es wird wohl auch noch Kommentare dazu auf diesem Blog geben). Hier soll aber auf ein besonderes Thema eingegangen werden: die Frage der Integration.

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