Die Idee der Freiheit: Die Geschichte hinter der Thatcher-Revolution

Viel ist in den vergangenen Tagen gesprochen und geschrieben worden über die Thatcher Revolution. Selbst nach ihrem Tod bringt Margaret Thatcher noch Gegner und Verehrer gleichermaßen in Wallung. Einig sind sie sich jedoch darin, dass mit der Eisernen Lady ein unerhörter, radikaler Wechsel stattfand. Mehr noch in ihrer Rhetorik als in ihrer tatsächlichen Politik brach sie mit dem jahrzehntelangen Konsens des Großbritanniens der Nachkriegszeit. Wie kam es dazu, dass sie überhaupt gewählt wurde? Und nicht eine einzige Parlamentswahl verloren hat? Und noch die Politik all ihrer vier Nachfolger – Major, Blair, Brown und Cameron – nachhaltig beeinflusste?

Thatcher war nur einer von mehreren Faktoren, die dazu beitrugen, dass es zu der nach ihr benannten Revolution kommen konnte. Ein anderer, weniger bekannter Faktor hat in hohem Maße dazu beigetragen, dass der Boden bereit war.

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„Bunte Republik“ Europa

Die abendländische – mithin die europäische – Geistesgeschichte ist vor allem von einer Konstante geprägt: der Entwicklung des Individualismus. Das beginnt bei der Entdeckung der Eigenverantwortlichkeit durch die Dichter und Denker des alten Griechenland. Das Christentum mit seiner Idee eines ganz persönlichen Verhältnisses des Menschen zu seinem Gott hat diese Vorstellung entscheidend verfeinert. Gewichtige Philosophen haben im Laufe der Jahrhunderte diese Idee dann immer weiter entwickelt: Scholastiker, Renaissance und Aufklärung bis hin in unsere Tage. Gleichzeitig mit der zunehmenden Wertschätzung des Individuums lernte man folgerichtig auch immer mehr den Wert von Vielfalt zu schätzen. Das 19. Jahrhundert hatte eine geistig reaktionäre Gegenbewegung hervorgebracht, die unter wechselnden Vorzeichen – Nationalismus oder Sozialismus – eine Wiederherstellung des Kollektivs zu erreichen versuchte, um die versprengten Individuen wieder einzufangen. Zum Glück haben sich diese Kollektivismen nie ganz und nachhaltig durchsetzen können. Heute haben wir in Europa wirklich vielfältige Gesellschaftsformen. Die wenigsten Menschen wünschen sich zurück in eine Zeit, in der unterschiedliche Herkünfte, Identitäten und Lebensentwürfe nicht geduldet wurden. Alt-Bundespräsident Christian Wulff traf durchaus das Lebensgefühl einer großen Mehrheit unserer Gesellschaft, als er die „bunte Republik“ Deutschland lobte. Die vielfältigen Möglichkeiten, heutzutage in anderen Ländern und Regionen dieser Welt zu reisen, zu studieren und zu arbeiten, beschleunigen diese Entwicklung ebenso wie das rasante Zusammenwachsen der Welt mithilfe des Internets.

Päpstliche Präzedenz

Papst Benedikt XVI. ist kein typischer Katholik. Die gerade laufende Karnevalssaison ist zutiefst katholisch – und so weit weg vom derzeitigen Papst wie möglich (abgesehen von einigen modischen Accessoires). Johannes Paul II. war da ganz anders: er liebte den Auftritt, das Feiern, Pomp and Circumstances, das Spektakuläre. Kurz: all das, was Rom und die römische Kirche zutiefst prägt. Benedikt hingegen, dessen Bescheidenheit bisweilen geradezu schüchtern wirkt, ist aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Er vertraut auf die Kraft des Wortes, der rationalen Gedanken.Weiterlesen »

FDP am Scheideweg

Ein achtbares Ergebnis! Fast jeder zehnte Niedersachse, der zur Wahl gegangen ist, hat der FDP seine Stimme gegeben. Angesichts der Krise, in der die Partei seit Beginn der Bundestags-Legislaturperiode steckt, ist das ein erstaunliches Ergebnis. Zumal man es diesmal, anders als bei den Wahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein nicht wirklich an einer charismatischen Persönlichkeit festmachen kann

Was noch vor dem Wahlabend höchst unwahrscheinlich schien, ist auf einmal wieder in greifbare Nähe gerückt: eine Neuauflage der schwarz-gelben Koalition im Bund. Angesichts der exorbitanten Beliebtheit von Kanzlerin Merkel und der geradezu amüsanten Schwäche des SPD-Kanzlerkandidaten ist das ein realistisches Szenario. Aber wäre das gut für den Liberalismus in Deutschland?

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Politics without Romance: Was Politiker und Wähler von James M. Buchanan lernen können

Wie viele andere bedeutende Denker aus dem Umfeld der Österreichischen Schule der Nationalökonomie erreichte auch der Ökonom und Politikwissenschaftler James M. Buchanan mit 93 Jahren ein hohes Alter. Die Langlebigkeit zahlte sich aus. Bis zu seinem Tod am 9. Januar 2013 hat der Wirtschaftsnobelpreisträger von 1986 unermüdlich weitergearbeitet und geforscht.

Das passte zu seiner Persönlichkeit. Wie Friedrich August von Hayek, dessen Gedanken grundlegend für Buchanans eigene Arbeiten waren, war er ein wissbegieriger Skeptiker. Deutlich sah er die Grenzen der Wissenschaft, auch der eigenen. Deutlich sah er auch die Grenzen der Politik und des Staates.

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