Es lebe der individuelle Liberalismus!

Der FDP-Parteitag hat sich entschieden: Es gibt ein „weiter so“ … Die Ergebnisse des Parteitags spiegeln die tiefsitzende Neigung wieder, Funktionspartei zu sein. Die verantwortungsvollen Positionen wurden mit Leuten von gestern besetzt, deren inhaltliche Positionierung von merkelesker Beliebigkeit ist. Während im alten Parteivorstand noch profilierte Politiker wie Holger Zastrow und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger saßen, dürfen jetzt stromlinienförmige Politzombies Christian Lindner beim projektierten Wiederaufbau der Partei unterstützen, die eher aus Zufall in eine Partei geraten sind, die sich liberal nennt.

Um es ganz klar zu sagen: die Wahlergebnisse sind nicht zurückzuführen auf eine Verschwörung um Christian Lindner. Nein, der Parteitag hat sehr deutlich für diese FDP gestimmt, für die FDP des „weiter so“, für die FDP der Pöstchen statt Positionen, für die FDP, in der es „keine Flügel gibt“ (so Christian Lindner gestern in seiner Bewerbungsrede). Der Parteitag strafte die luziden und hilfreichen Parteireform-Vorschläge Götz Galubas, der sich auch für den Bundesvorsitz bewarb, mit arroganter Missachtung. Der Parteitag sprang am Ende der beiden Reden Christian Lindners von den Sitzen auf wie ein Mann und jubelperserte einem Mann zu, der sich in Habitus und Duktus kaum vom vielgeschmähten Guido Westerwelle unterschied. Dieser Parteitag wollte keine Erneuerung – dieser Parteitag wollte Nostalgie.

Mit dieser FDP ist kein Liberalismus zu machen.

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Wider die grassierende Staatsverdrossenheit!

Die FDP ist nicht mehr im Bundestag vertreten. Großkoalitionäre Ausgabenphantasien purzeln täglich über Deutschland herein. Man könnte meinen, die Zeiten stünden glänzend für diejenigen, die dem Staat noch mehr Spielraum einräumen wollen.

Doch das sieht offenbar nicht jeder so. In alarmistischen Tönen warnen jetzt einige Staatsdiener vor „Staatsverdrossenheit“. Das Wohl unseres Landes sehen sie „aufgrund von Sparrunden, Privatisierungswellen und Reformaktionismus in akuter Gefahr.“ Klaus Dauderstädt, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes, weiß, warum es Deutschland so gut geht und möchte diesen Zustand erhalten: „Wir brauchen umgehend eine Kurskorrektur, wenn Deutschlands öffentlicher Dienst auch in Zukunft dafür sorgen soll, dass dieses Land an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr funktioniert“. Deswegen wurde vor kurzem eine Staatsallianz geschlossen.

Bald wird der deutsche Michel wieder beruhigt schlafen können, wenn die Staatsallianz das Ruder mit Macht herumgeworfen hat und den Reformaktionismus der überwältigenden neoliberalen Mehrheit in der deutschen Politik einen Riegel vorgeschoben hat.

Erschienen auf antibuerokratieteam.

Liberalismus und christlicher Glaube – Ein Widerspruch?

Auf Einladung der Liberalen Hochschulgruppe Mannheim hielt der Autor dieses Blogs am 15. November 2013 einen Vortrag zum Thema „Liberalismus und Christlicher Glaube – Ein Widerspruch?“

 

Bericht auf radioaktiv.

Weitere Artikel zum Thema:

Das Wichtigste ist: Die Freiheit des Menschen

Lord Acton: Vermittler zwischen Liberalismus und Christentum

Sie haben Post, Herr Löning!

Sehr geehrter Herr Löning,

Es geht zurzeit heiß her in der FDP. Das merkt man bisweilen auch an der Wortwahl. Von Genschers und Baums ereiferten Meldungen aus dem Off bis hin zu veritablen Verbalscharmützeln beim Stammtisch eines Ortsverbandes. Das Klima ist von Angst bestimmt. Da hört man zum Beispiel von prominenten Mandatsträgern, sie würden aus der Partei austreten, wenn ein bestimmter Flügel sich durchsetzt. Und dann tritt mit Ihnen auch noch der Menschenrechtsbeauftragte auf den Plan.

Herr Löning, Sie versehen eine wichtige und ehrenvolle Aufgabe. Sie weisen Politik und Öffentlichkeit darauf hin, wo in unserer Welt Unterdrückung, Unfreiheit und Verfolgung herrschen. Sie erfüllen diese Aufgabe gewissenhaft. Dafür gilt Ihnen Anerkennung und Dank. Sie erinnern sich sicher noch an die vom Verfasser mitorganisierte Menschenrechtskonferenz der Naumann-Stiftung, an der Sie ja auch teilgenommen haben … Das war toll!

Doch dann liest man plötzlich in einem Kommentar auf facebook, dass Sie zu Frank Schäfflers „libertären Jungs“, wie sie ganz unpolemisch formulieren, folgendermaßen Stellung beziehen: „ich kann mit diesen intoleranten, nationalistische-vermufften Typen nichts anfangen und teile auch wenig mit ihnen. weiß auch nicht, was an denen liberal seun soll? homophob, tendenziell ausländerfeindlich, deutsch-national … you name it“.

Ist Ihnen da ein Malheur passiert und sie wollten eigentlich einen Post über die Liberal-Demokratische Partei von Schirinowski in Russland kommentieren?

Für den Fall, dass Sie tatsächlich so über Schäffler und „seine Jungs“ denken, hier ein paar aufklärende Hinweise für Sie:

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Liberaler Aufbruch im Internet

Am Donnerstag, den 10. Oktober 2013, fand eine Abendveranstaltung der Wert der Freiheit gGmbH statt zum Thema „Liberaler Aufbruch im Internet“. Der Autor dieses Blogs hat in diesem Rahmen einen Vortrag gehalten:

Die Powerpoint-Präsentation läßt sich hier aufrufen.

Auf dem Blog Pixelökonom wurde eine Bewertung der Veranstaltung eingestellt.

Der Journalist Richard Herzinger von der Zeitung „Die Welt“ hat auch über die Veranstaltung berichtet. Der Autor dieses Blogs hat dazu eine Replik geschrieben.

Weitere Anmerkungen zu dem Thema von den Podiumsteilnehmern finden sich hier:Weiterlesen »