Abendland?

Die Abendlandsretter von Pegida haben zwei zentrale Punkte der Geschichte des Abendlandes nicht verstanden:

  • Vermischung, Wandel, Entwicklung, Veränderung sind Grundkonstanten dessen, was man heute als Abendland bezeichnet.
  • Und: Bedrohungen bekommt man nicht durch Angst in den Griff, sondern durch Mut.

Das Abendland ist Ergebnis von Offenheit

Schon die alten griechischen Philosophen und Wissenschaftler entwickelten ihre Theorien auch im beständigen Austausch mit Ägyptern, Persern und Kulturen Mesopotamiens. Das Judentum und das Christentum (die „christlich-jüdische Kultur“, die so gern beschworen wird) hat die unterschiedlichsten religiösen und kulturellen Einflüsse in sich vereinigt.

So geht es dann weiter durch die lange Geschichte des Abendlandes. Unsere Kultur hat sich aus den verschiedensten Quellen entwickelt. Gerade im Mittelalter war zum Beispiel der Einfluss der islamischen Kultur und Wissenschaft enorm.

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Die Feder bringt die Freiheit, nicht das Schwert

Die Vorstellung, dass Politiker etwas gestalten, ist ein Atavismus, der aus der Zeit der Kaiser und Könige herrührt. Natürlich pflegen Politiker diesen Mythos nach Kräften. Man tut gut daran, ihnen nicht auf den Leim zu gehen. Denn Politiker in einem demokratischen System tun nicht viel mehr als auf die Impulse zu reagieren, die die Gesellschaft ihnen vorgibt. Sie sind nicht treibende Kraft, sondern Getriebene. Nicht Politiker verändern etwas, sondern Intellektuelle. Politik bedient eine Nachfrage In seinem jüngsten Beitrag zu unserem Dialog äußert Christopher Gohl die Befürchtung, wer argumentiere, dass Liberalismus sich von der Politik fernhalte solle, der gebe „die politische Freiheitsordnung der liberalen Demokratie zur Adoption frei“. Tatsächlich hatte ich argumentiert: „der Liberalismus kann die vom politischen Geschäft an ihn gerichteten Erwartungen nicht erfüllen, ohne sich selbst aufzugeben.“ Keineswegs geht es darum, dem von Gohl zitierten Hans-Hermann Hoppe zu folgen, der die Demokratie ablehnte. Es geht im Gegenteil darum, die Demokratie ernst zu nehmen.

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Liberalismus ist eine Haltung

Politik bietet gerne Lösungen an. In unserem demokratischen System sind Lösungen das Kapital, mit dem Politiker arbeiten, um sich ihre Wahl zu sichern. Deshalb ist das Nachdenken über politische Fragen meist geprägt von der Suche nach Lösungen. Anders als Konservative und Sozialisten haben Liberale aber keine konkreten Lösungen zu bieten.

Das erschwert das Verhältnis zwischen Politik und Liberalismus nachhaltig. Der Liberalismus kann die vom politischen Geschäft an ihn gerichteten Erwartungen nicht erfüllen, ohne sich selbst aufzugeben. Das zeigt besonders deutlich die Geschichte der FDP. Aber hier soll es nicht um die FDP gehen, sondern um den Liberalismus.
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Vielfalt statt Einfalt: Was die Wirtschaftswissenschaften brauchen

Anfang Mai machte ein internationaler Aufruf von VWL-Studenten Furore. Die „International Students Initiative for Pluralism in Economics“ beklagt eine „besorgniserregende Einseitigkeit der Lehre“ in ihrem Fach.  Man kann das „Netzwerk Plurale Ökonomik“ durchaus kritisch sehen. Allerdings: Der Aufruf trifft einen wunden Punkt.

Was wollen die Initiatoren? Sie fordern drei Formen des Pluralismus: „Theoretischen Pluralismus, methodischem Pluralismus und Interdisziplinarität.“

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The Man Who Spent His Life Sinking Slave Ships

When you think of great men in history at the turn of nineteenth century you probably think of Napoleon, Washington, and Metternich. Hardly anyone thinks of William Wilberforce. Yet, he changed the course of history and contributed to the cause of freedom more than any of his contemporaries.

Born into a privileged Yorkshire family in 1759, Wilberforce was a charming, talented young man headed for a promising political career in the highest ranks. In his late 20s, however, he came into the company of quite a different sort of people than he had been used to. Wilberforce began to enjoy the company of some Quaker misfits. Not exactly the most promising allies, perhaps, but he thought they were people of conviction.

These Quakers would eventually plant ideas in Wilberforce’s mind that may seem rather quaint today. Wilberforce, for instance, would concern himself with laws against excessive drinking, pornography, and Sunday papers. But then, he also fought against capital punishment and founded the Society for the Prevention of Cruelty to Animals. All of this, however, is trivial compared to the monumental change he brought to mankind: The abolition of slavery in the British Empire.

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