Prometheus: Eine Sprache für die Freiheit finden

„Wir müssen ein neues liberales Programm anbieten, das sich an die Vorstellungskraft wendet. Wir müssen den Aufbau einer freien Gesellschaft wieder zu einem intellektuellen Abenteuer machen, zu einem Akt des Mutes. Was uns fehlt, ist eine liberale Utopie, ein Programm, das weder eine bloße Verteidigung bestehender Verhältnisse ist noch ein verwässerter Sozialismus, sondern ein wirklich liberaler Radikalismus, der die Mächtigen nicht schont, der nicht allzu pragmatisch ist, und der sich nicht auf das beschränkt, was heute politisch durchsetzbar erscheint. Wir brauchen intellektuelle Führungspersönlichkeiten, die bereit sind, sich für ein Ideal einzusetzen, mögen die Aussichten auf ihre baldige Umsetzung auch noch so gering sein. Es müssen Menschen sein, die bereit sind, an ihren Prinzipien festzuhalten und für deren volle Verwirklichung zu kämpfen, mag der Weg auch noch so lang erscheinen.

Die Aussichten für die Freiheit sind in der Tat dunkel, wenn es uns nicht gelingt, die philosophischen Begründungen einer freien Gesellschaft wieder in den intellektuellen Diskurs einzubringen; wenn es uns nicht gelingt, die Einrichtung einer freien Gesellschaft zu einer Aufgabe zu machen, die die Genialität und Vorstellungskraft unserer fähigsten Köpfe herausfordert. Wenn es uns aber gelingt, jenen Glauben an die Kraft der Ideen wiederzuerlangen, der das Kennzeichen des Liberalismus zu seinen Glanzzeiten war, dann ist der Kampf nicht verloren.“

Friedrich A. von Hayek, The Intellectuals and Socialism

Heute geht die Website von Prometheus online. Zeit, um ein paar grundlegende Dinge über das Projekt zu sagen.

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Schulfach „Lebenspraxis“ oder Selbständigkeit?

In den letzten Tagen macht ein Tweet einer 17jährigen Schülerin die Runde: „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Wieviel Unselbständigkeit kann man eigentlich freiwillig einem breiten Publikum kundtun? Wer vier Sprachen beherrscht, sollte es gerade noch hinbekommen, sich Alltagswissen selbst anzueignen.

Überregulierung abbauen statt den Umgang damit lehren

Klar, jeder kennt das Problem: Den administrativen Dschungel zu durchsteigen, der unser Leben immer wieder verkompliziert, ist eine ziemliche Herausforderung. Übrigens sind daran auch ganz wesentlich jene Politiker Schuld, die sich jetzt gegenseitig darin überbieten, Forderungen nach lebenspraktischer Bildung zu erheben. Dass Steuern, Mieten und Versicherungen zu einem Buch mit sieben Siegeln werden, liegt auch an einer aberwitzigen Überregulierung durch Politik und Behörden. Anstatt also jungen Menschen auch noch ein zusätzliches Schulfach „Lebenspraxis im Regulierungsstaat“ aufzubürden, sollte man diese Dinge lieber vereinfachen und entbürokratisieren.

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Abendland?

Die Abendlandsretter von Pegida haben zwei zentrale Punkte der Geschichte des Abendlandes nicht verstanden:

  • Vermischung, Wandel, Entwicklung, Veränderung sind Grundkonstanten dessen, was man heute als Abendland bezeichnet.
  • Und: Bedrohungen bekommt man nicht durch Angst in den Griff, sondern durch Mut.

Das Abendland ist Ergebnis von Offenheit

Schon die alten griechischen Philosophen und Wissenschaftler entwickelten ihre Theorien auch im beständigen Austausch mit Ägyptern, Persern und Kulturen Mesopotamiens. Das Judentum und das Christentum (die „christlich-jüdische Kultur“, die so gern beschworen wird) hat die unterschiedlichsten religiösen und kulturellen Einflüsse in sich vereinigt.

So geht es dann weiter durch die lange Geschichte des Abendlandes. Unsere Kultur hat sich aus den verschiedensten Quellen entwickelt. Gerade im Mittelalter war zum Beispiel der Einfluss der islamischen Kultur und Wissenschaft enorm.

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Zivilgesellschaft: der Weg aus der Unmündigkeit

Politiker und Behörden scheitern regelmäßig. Der Berliner Flughafen oder die Elbphilharmonie stehen dafür beispielhaft. Dabei gibt es sehr viele Aufgaben, die Menschen vor Ort in Eigenverantwortung viel effizienter, kostengünstiger und verständiger meistern können. Denn vor Ort wissen die Menschen meist viel besser, was richtig und nötig ist. Wir brauchen in Deutschland und Europa eine neue Kultur der Zivilgesellschaft. Wie das geht, kann man zum Beispiel in Berlin beobachten.

In Berlin läuft es …

Zum neuen Schuljahr eröffnet im Berliner Bezirk Wedding eine Privatschule: Quinoa. Zielgruppe sind aber mitnichten die Kinder wohlhabender Eltern, sondern die Kinder, die häufig durch das Netz fallen: Die Kinder von Migranten und Hartz-IV-Empfängern. Innerhalb kurzer Zeit ist dieses Projekt beeindruckend gestartet und hat gezeigt, dass man weder Politiker braucht, die etwas anstoßen, noch Behörden, die etwas organisieren.

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„Der Club der toten Dichter“ ist und bleibt lebendig

Der Club der toten Dichter“ ist ein Film über das Menschsein. Die Schüler des Lehrers John Keating sind Identifikationsfiguren für Generationen von jungen Menschen geworden. Liebe, Freundschaft, Freiheit: es sind die zentralen Fragen unseres Lebens, mit denen sie ringen. Die Rolle des John Keating machte den am Montag aus dem Leben geschiedenen Robin Williams unsterblich. Der „Captain“ ruft auch weiterhin vom Zelluloid herab: „Carpe Diem – macht Euer Leben zu etwas Besonderem!“

Respekt vor dem Menschen

Williams gab dem jungen Lehrer, der seine Schüler aus dem Käfig einer erstarrten Traditionsschule und einseitiger Leistungsbesessenheit befreien wollte, eine bezaubernde Wärme. Dieser Lehrer wird zu einer Autorität gerade weil er auf Autoritätsgehabe und -ansprüche verzichtet. Anders als seine Kollegen oder die Eltern der Schüler nimmt er die jungen Menschen ernst. Er ist nicht einer jener Menschen, die immer genau wissen, was besser für andere ist. Er hat Respekt vor ihnen.

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