„Der kann doch Sozialhilfe beziehen”: Wie der Staat die Menschen entsolidarisiert

Solidarität ist ein Begriff, der eine zentrale Rolle spielt im gesellschaftlichen und politischen Diskurs. Dabei bestimmt schon lange ein zentrales Missverständnis diesen Diskurs: Solidarität ist nicht etwas, das man verordnen kann. Einen „Solidaritätsbeitrag“ etwa als Steuer einzuziehen, ist schlichtweg nicht möglich. Es widerspricht zutiefst dem Wesen von Solidarität, wenn sie mit Hilfe von Zwang durchgesetzt wird. Solidarisch kann immer nur ein einzelner sein, indem er sich freiwillig dafür entscheidet. Diese echte Solidarität aber bringt im Menschen das Beste hervor.

Die meisten Menschen empfinden das Bedürfnis, anderen zu helfen. Man kann trefflich streiten, ob es sich dabei um einen geschickten Überlebenstrick unserer Gene, um eine Kulturtechnik oder um den Beweis für das Gute im Menschen handelt. Fakt ist: Wir wollen Gutes tun und wir tun es.

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Abendland?

Die Abendlandsretter von Pegida haben zwei zentrale Punkte der Geschichte des Abendlandes nicht verstanden:

  • Vermischung, Wandel, Entwicklung, Veränderung sind Grundkonstanten dessen, was man heute als Abendland bezeichnet.
  • Und: Bedrohungen bekommt man nicht durch Angst in den Griff, sondern durch Mut.

Das Abendland ist Ergebnis von Offenheit

Schon die alten griechischen Philosophen und Wissenschaftler entwickelten ihre Theorien auch im beständigen Austausch mit Ägyptern, Persern und Kulturen Mesopotamiens. Das Judentum und das Christentum (die „christlich-jüdische Kultur“, die so gern beschworen wird) hat die unterschiedlichsten religiösen und kulturellen Einflüsse in sich vereinigt.

So geht es dann weiter durch die lange Geschichte des Abendlandes. Unsere Kultur hat sich aus den verschiedensten Quellen entwickelt. Gerade im Mittelalter war zum Beispiel der Einfluss der islamischen Kultur und Wissenschaft enorm.

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Der Krieg gegen die Drogen

Auszug aus einem Geschichtsbuch des Jahres 2064

Der sogenannte Krieg gegen die Drogen war der etwa 120 Jahre andauernde Versuch, weltweit den Vertrieb von Rauschmitteln zu unterbinden. In einer Gemeinsamen Erklärung der UN-Vollversammlung im Jahr 2051 wurde der Krieg gegen die Drogen als „globale Katastrophe“ bezeichnet.

Als Ausgangspunkt werden die Internationalen Opiumkonferenzen 1911/12 in Den Haag und 1925 in Genf gesehen. Hier wurden Handel und Konsum aller damals bekannten Rauschmittel außer Koffein, Alkohol und Nikotin verboten. Zwischen 1919 und 1933 war in den USA auch Alkohol verboten. Die Abschaffung dieser Prohibition 1933 wurde mit dem rasanten Wachstum der organisierten Kriminalität begründet, das mit der Prohibition einherging. Umstritten ist weiterhin unter Historikern, inwieweit die kulturelle Verwurzelung des Rauschmittels Alkohol in den USA diese Entscheidung beeinflusst hat, da andere Rauschmittel weiterhin verboten blieben.

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