Lord Acton – Vermittler zwischen Liberalismus und Christentum

Christentum und Liberalismus

Es ist keine 150 Jahre her, dass Papst Pius IX. seinen Syllabus Errorum abschloss mit der Verurteilung der These: „Der Römische Papst kann und soll sich mit dem Fortschritt, dem Liberalismus und der gegenwärtigen Zivilisation versöhnen und vergleichen.“[i] (§ 10, Nr. 80) Kurz darauf brach in Deutschland der „Kulturkampf“ aus, zumindest anfangs maßgeblich unterstützt von den liberalen Parlamentsmehrheiten in Preußen und im Deutschen Reich. Vergleichbare Auseinandersetzungen fanden auch in anderen europäischen Staaten statt.

Diese Konflikte waren gewissermaßen die Kristallisationspunkte, in denen ein Antagonismus deutlich wurde, der bereits lange davor bestand und bis heute weiterwirkt: Christentum und Liberalismus befanden sich seit dem Aufkommen des Letzteren ab der Mitte des 17. Jahrhunderts in einer zum Teil erbitterten Auseinandersetzung.

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Eastern promises

Das freiheitliche Herz kann in letzter Zeit bisweilen einen Sprung machen, wenn man den Blick gen Osten richtet. Manche unserer europäischen Nachbarn haben in den zurückliegenden Wahlen für Parteien gestimmt, die vom Staat nicht die Lösung unserer Probleme erwarten, sondern ihn auf seine Kernaufgaben zurückschneiden wollen. Und das in einer Zeit, da in Europa und in den USA ein Ruf wie Donnerhall nach dem Staat ergeht, Konjunkturprogramme in unvorstellbaren Milliardenhöhen im Wochentakt aufgelegt werden und die Verfechter einer staatlich gelenkten Wirtschaft nicht nur durch die Worte, sondern leider auch durch die Taten der meisten westlichen Politiker bestätigt werden. Der Applaus oder wenigstens die fatalistische Zustimmung der Bevölkerungsmehrheit ist den Etatisten, zumal in Westeuropa, gewiss. Aber es gibt offensichtlich noch ein paar gallische Dörfer in unserer Nachbarschaft, wo man dem Staat mehr Misstrauen entgegenbringt und auf Eigeninitiative, Leistung und Unabhängigkeit setzt.

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